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Sonntag, 24. April 2016

Ahoi - Auf großer Fahrt mit Tetrands

Hallo Ihr Lieben,
habe ich Euch schon von meiner Kindheit in Ostfriesland erzählt?
Ich bin zehn Kilometer entfernt der Nordsee groß geworden, das prägt.
In einem Sommer haben meine Cousine und ich einmal einen ganzen Eimer Schollen gefangen, einfach nach einer etwas heftigeren Flut aus einem Graben hinterm Deich mit der Hand herausgefischt. Die ganze Familie wurde satt.
In einem Winter konnten meine Mutter und ich auf riesigen Eisschollen hinaus aufs Meer spazieren.

Aber bevor ich mich hier ganz in maritimen Erinnerungen verliere, möchte ich noch meinen aktuellen Lieblingspullover für den Kleinen zeigen.




Nächste Woche kommt mit Tetrands das neue Schnittmuster von Elfriede&Fridolin. Ich habe ihn Euch ja schon angekündigt und mag ihn wirklich sehr, da er einfach so viele Möglichkeiten bietet.
Auch passt der lässige Stil einfach gut zu meinen Sprotten.




Dieser hier ist nach einem ganz genauen Auftrag meines Kleinen entstanden.
(Kleiner Einschub: Meine Jungs scheinen tatsächlich genau begriffen zu haben, was für einen Vorteil eine nähende Mutter ihnen bietet. Immer wieder kommen sie mit ganz detaillierten Wünschen zu ihrer Gaderobe...)

Ich experimentiere gerade ein wenig mit Snappap (wahrscheinlich ein Jahr später als der Rest von Euch) und grübelte an ein paar Applikationsideen mit dem veganen Leder. Da stand der Lütte vor mir und sagte, dass er einen Pullover mit einem Anker und einem Herz wolle.




Ich freue mich ja immer über so klare Ansagen und hatte dann sofort die Idee, seine beiden Wünsche durch ein echtes "Tau" zu verbinden. Auch wenn ich mich immer noch frage, wie er auf diese Idee gekommen ist. Ist ja ein altes Thema, aber eigentlich keines, das er schon mal bewusst wahrgenommen haben dürfte.




Hier eine kleine Anleitung für Euch:

Den Anker habe ich mir einfach aufgemalt und dann auf Vliesofix übertragen (Wer sich das nicht zutraut, findet auch bei einer einfachen Google-Bildersuche jede Menge Ankervorlagen).
Dann habe ich ihn auf das vorher gewaschene und getrocknete Snappap gebügelt.
Ebenso bin ich mit dem Herzchen verfahren.
Danach habe ich eine 8 mm-Öse im Anker befestigt. Hinterher habe ich vorsichtig eine 8 mm-Möbelkordel durchgezogen und den Anker vorsichtig festgebügelt. Als nächsten Schritt habe ich das Werk mit einem Dreifach-Geradstich festgenäht.  Um die Kordel zu fixieren, habe ich auch sie, auf dem Pullover festgenäht. Zum Schluss habe ich dann noch per Hand den Anfang der Kordel in der Ösenmitte mit ein paar Stichen gesichert, da dieser ja gern ausfranst.





Um den Look beizubehalten, habe ich kreisförmige Ösenpatches aus Snappap zugeschnitten (Ein kleines Schnapspinnchen leistet da gute Dienste) und auch die Kordelenden mit Snappap gesichert.



Ich habe dem Pullover dann noch ein paar Fakepaspeln verpasst, um den von mir so geliebten Raglanschnitt zu betonen.



Stoffe mit maritimen Mustern gefallen mir oft nicht so sehr, aber dieser melierte Sweat mit dem etwas verwaschenen Look war eindeutig "meiner". Ich liebe einfach diesen Farbton.




Mir gefällt er richtig gut und mein Kleiner kann so deutlich zeigen, dass er zumindest zur Hälfte ein echtes Nordlicht ist. Den kleinen Seeräuber erkennt man doch auf den ersten Blick in ihm, oder?













Kommentare:

  1. Tolle Idee ,sieht echt klasse aus. L.G. Sigrid

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  2. Wirklich schön! Meine Tochter schwankt noch zwischen "Toll - dass Mama näht. und Ärgh, kann ich was Gekauftes (Piratenkostüm wurde dann doch genäht.) Super Idee mit Snappap. Gekauft, gewaschen ist es schon lange, aber... Den Pulli würde auch ich tragen!

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