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Mittwoch, 28. Juni 2017

Tunika Tessa und das leidige Thema Probenähen

Hallo Ihr Lieben,
irgendwie gab es ja in der letzten Zeit ganz viel negative Rückmeldungen an uns sogenannte "professionelle" Probenäherinnen.
Mich selbst ereilte da auf meinen letzten Kinderpost auch ein recht heftiger "Shitstorm".
Komisch eigentlich, denn ohne Probenäherinnen gäbe es keine Passform-Tests der neuen Schnitte und damit recht wenig zu nähen für eine Klientel, die vor allem nach Ebooks näht.




Ganz häufig genannt wurden als Kritikpunkt zu professionelle Bilder und Ärger über gewerbliche Näherinnen. Das habe doch mit dem Hobby Nähen nur noch sehr wenig zu tun.




Ich musste da ehrlich gesagt ein wenig grinsen. Denn wenn ich etwas bin, dann eine absolute Hobbynäherin. Ich habe einen Hauptberuf, den ich sehr liebe, das Nähen ist meiner reiner Freizeitspaß, quasi mein Ausgleich nach der Kopfarbeit, einmal kreativ mit den Händen arbeiten zu dürfen. Ich habe bislang jede einzelne Anfrage, ob ich auch Stücke verkaufen würde, negativ bescheiden müssen, da ich mir meine Nähzeit im Alltag wirklich abknapsen muss.




Ich verdiene damit kein Geld, tatsächlich ist es sogar ein verdammt teures Hobby. Aber eines, das mich glücklich macht. Ich habe das Glück mittlerweile ab und an mal ein Stück Stoff vernähen zu dürfen, aber glaubt mir, im Vergleich zu meinen eigenen Stoffkäufen ist das eher ein Tropfen auf dem heißen Stein.




Dann ging es um die Kritik an den zu "schönen" Photos. Lustig auch dies. In den meisten Bereichen im Leben versucht man doch eigentlich stetig, sich zu verbessern, in Schule, Beruf und Sport ist das ein Grundprinzip und gilt durchaus als erstrebenswert. Ich kann mich nicht erinnern, mal einem Schüler gesagt zu haben: "Ach komm, lern doch einfach mal nicht, eine Fünf ist doch eigentlich auch eine ganz nette Zahl!".
Ich bin froh, dass ich mittlerweile eine ordentliche Spiegelreflexkamera habe und zufrieden mit meinen Bildern bin. Aber mal ehrlich: Die meisten meiner Bilder machen meine Jungs, neun und zwölf Jahre alt. Ihnen zu unterstellen, die Bilder wären zu professionell, finde ich schwierig. Im Endeffekt stelle ich mich kurz, maximal fünf Minuten, vor die Garage, die Jungs drücken ein paar Mal auf den Auslöser und das war es. Unter professionellen Bildern stelle ich mir etwas anderes vor.
Dann wäre dem Photografen bestimmt auch aufgefallen, dass mein Shirtsaum wie hier total verkrumpelt war und ich den besser noch gerichtet hätte...




Und ja, ich lichte unsere Kinder ab, auch mit Gesicht. Meine Entscheidung, meine Verantwortung. Und gerade darum ist es mir wichtig, dass es schöne Bilder sind, Bilder, die sie gern in unserem Familienalbum angucken, wenn sie groß sind. Es sind halt schöne Erinnerungen.
Und auch hier gilt: Wenn ich zum Beispiel den Kleinen ablichte, spielt er vor sich hin und ich halte drauf. Dabei unterhalten wir uns die ganze Zeit.Zeitfenster auch hier maximal fünf Minuten. Ab und an bitte ich ihn, sich mal in Pose zu stellen, aber meist kaspert er so herum.
Über die Bilder im heimischen Badezimmer vorm dreckigen Badezimmerspiegel mit Klobürste und Wäschekorb im Hintergrund sage ich jetzt einfach mal nichts. Für mich zumindest keine attraktive Alternative.




Was noch? Ach ja, die Texte seien zu lang. Bäng, da habt Ihr mich.
Es stimmt, ich schreibe lange Texte. Warum? Weil ich gern lese. Weil ich Spaß am Schreiben habe. Weil meine Facebookpräsenz aus diesem Blog entstanden ist und für mich Bloggen ein Konglomerat aus Texten und Bildern ist.
Ich schreibe, weil ich es kann. Mal habe ich Lust auf viel Text, mal auf wenig. Das soll jetzt bitte nicht arrogant klingen. Ich kann viele Dinge im Leben nicht, so würde ich zum Beispiel sehr gern mit Holz arbeiten können, kann es aber nicht wirklich. Ich mag aber Wörter, also schreibe ich.




Das hier wird wohl wieder etwas mehr, weil ich noch immer nicht beim Thema dieses Blogs angekommen bin, diesem schönen Shirt. Mittlerweile einem der Lieblingsstücke in meiner Sommergarderobe: der Tunika Tessa von Lumali.




Ich habe sie aus einen Jersey genäht, der seit zwei Jahren in meiner Stoffkiste lag und darauf gewartet hat, genau dieses Shirt zu werden. Ich meine, er heißt Ring A Ding Dong von Hamburger Liebe. ich mag das Blau und das eher schlichte Muster einfach sehr. Ich habe wieder unten ins Shirt einen Gummizug eingebaut, um das Shirt locker über meine Komfortzone shoppen zu können.  Für mich ein perfektes Alltagsshirt.




Zum Schluss:  Probenähen ist rein rechnerisch ein Minusgeschäft, es kostet Zeit, Geld und  Stoff, aber was man dafür herausbekommt, ist eine kreative Gemeinschaft, in der es viel Wertschätzung und Anerkennung für das Genähte gibt. Und diese Freundlichkeit im Umgang miteinander fehlt leider zur Zeit auf Facebook sehr oft. Schade eigentlich, denn das Nähen macht uns doch eigentlich allen Spaß.


Und jetzt ab damit zu RUMS.

Samstag, 24. Juni 2017

Das Mutti-Kleid

Hallo Ihr Lieben,
als ich das erste Mal den Namen des neuen Schnitts von Annas-Country gesehen habe, hätte ich mich vor Lachen beinahe verschluckt: das Mutti-Kleid.





Dazu muss man wissen, dass anders als der Begriff „Mami“ in unserem Haushalt „Mutti“ ganz negative Konnotationen mitbringt.

Wenn mein Mann mich ärgern will, bringt er schon gern mal so Sprüche wie: „Du und deine Muttis!“. Da schwingt dann immer gern im Unterton mit, dass man jegliche Coolness und Lässigkeit abgibt, sobald man die Mutterrolle erobert hat. Willkommen Spießigkeit! Willkommen Langeweile!




Ich habe mal gehört, dass das im Osten ganz anders sei, dass man dort den Begriff „Mutti“ quasi parallel zu „Mami“ benutzen könne. Bis dahin gilt für meine Kinder allerdings: „Nenn mich nicht Mutti“. Der einzige Spruch, den meine Jungs schon von mir gehört haben, wenn es um andere weibliche Wesen in ihrem Leben geht, ist einer, den ich mal irgendwo gelesen habe: „Alles Schlampen außer Mutti!“. Ich hoffe, der gilt noch, bis sie mindestens 16 Jahre alt sind.



Aber bevor ich hier abdrifte, zurück zum Mutti-Kleid. Insofern ein wirklich klasse Name, wie ich finde. Ich mag ja Selbst-Ironie.
Mir war klar, ein Kleid mit dem Namen muss ich einfach nähen. Zum Glück ist es sogar schön – und dazu noch sehr variantenreich. Für mich ja auch immer ein Kauf-Kriterium für neue Schnitte. Langeweile beim Nähen mögen auch Muttis nicht. 



Im Glückpunkt-Shop habe ich dann auch noch den perfekten Stoff für mein Mutti-Kleid gefunden: den Jersey Cottage-Rose. Kann man sich einen besseren Muttistoff vorstellen?




Ich habe mich aus zwei Gründen in ihn verguckt: Zum einen ist er so herrlich retro, schon allein die Farben machen mich schwach, zum anderen hat er eine total coole Struktur, denn unanbhängig vom Muster, dass ja so ein wenig an alte Gobbeline erinnert, ist ein anderes Blumenmuster in den Stoff geprägt und gibt ihm so eine leichte 3D-Textur.




Mein Mutti-Kleid (Ich liebe Alliterationen, muss die Deutschlehrerin in mir sein) hat, um den romantischen Look des Stoffs noch zu betonen, ein Oberteil in Wickeloptik. Anders als im Ebook beschrieben, habe ich es mit einer Streifenversäuberung statt eines Bündchens eingefasst.




Das passt ganz gut, finde ich. Entschieden habe ich mich für die Version mit den Brustabnähern. Das mache ich ohnehin gern, um etwas mehr an Form hineinzubringen.
Der Rockteil ist gekräuselt. Dabei habe ich das Rückenteil im Bruch etwas verschmälert, um dort nicht ganz so viel Volumen zu haben.




Das Maxikleid lässt sich auch ganz wunderbar ärmellos nähen, wie es Euch meine "Kollegin" Tina von Lüttkram zeigt, ebenso langärmelig, als Tunika oder Maxikleid.




Für mich ist das Mutti-Kleid ein unkompliziertes, schnell genähtes Sommerkleid, das Lust auf Sommer macht. Ihr bekommt es gerade im Glückpunkt-Shop als Sahneschnittchen zu einem tollen Preis.




Und wenn eines gut zur Mutti passt, dann doch wohl die Sahneschnitte...


Und jetzt ab damit zu RUMS.

Dienstag, 20. Juni 2017

Compass Bag von Noodlehead in Gold

Hallo Ihr Lieben,
meine wunderbare Mami und ich unterscheiden uns in einem Punkt diametral.
Mein Kleidungsstil ist generell eher schlicht, meine Mami liebt es glitzernd. Das fängt schon an, wenn ich auf ihre Füße schaue. Jetzt im Sommer trägt sie oft leichte Sandalen, die über und über mit kleinen Glitzersteinchen bestückt sind. An meiner Mami, eher der Typ südländische Schönheit, sieht das total süß aus, an mir fände ich es irgendwie seltsam. Aber ich bin ja auch eher die nordische Blonde.
Ebenso verhält es sich bei uns im Schmuckkästchen. Ich mag Silberschmuck, selbst mein Ehering ist schlicht silbern, meine Mami mag es gülden und auch da mit Glitzersteinchen.

Insofern habe ich mir gedacht, dass ich ganz dem Trend dieses Sommers nach goldigen Stoffen folge und meiner Mami eine goldene Tasche nähe...




Eigentlich folge ich damit nicht nur dem Sommertrend Gold, sondern auch dem nach geometrischen Drucken, aber doppelt trendy kann ja auch nicht schaden...




Ich hoffe, Ihr habt jetzt nicht den Eindruck erhalten, dass meine Mutter im Alltag wie ein glitzernder Weihnachtsbaum herumläuft, tatsächlich ist sie ein sehr sportlicher Typ. Auch mit 66 Jahren hat sie noch eine beeindruckende Figur in engen Jeans. Was übrigens echt unfair ist...




Diese lässige Tasche passt deshalb gut zu ihr, finde ich. Das Schnittmuster ist nämlich betont schlicht gehalten, um dem Stoff nicht die Schau zu stehlen.




Es ist die Compass Bag von Noodlehead, ein englischsprachiges Schnittmuster. Ich mag die klare grafische Gestaltung dieses Schnitt, der aus meiner Sicht gut zum Hauptstoff der Tasche passt.




Den hat mir das Wunderland der Stoffe dafür bereitgestellt. Er nennt sich Metallic Geo Star. Schön, oder?




Die Seitentaschen habe ich dann aus einem sehr weichen Lederjersey in sattem Gold gefertigt. Ein richtig tolles Stöffchen, aus dem man bestimmt sehr geniale Hosen und Röcke herstellen kann. Für eine Tasche würde ich mich beim nächsten Mal an den anderen tollen Kunstledern des Wunderlands austoben. In Kombination mit dem festen Dekostoffen war es mir doch einen Tacken zu elastisch, auch wenn es sich mit der passenden Verstärkung gut verarbeiten ließ.




Der passende Innenstoff funkelt auch golden mit schönen Schriftzügen.




Eine kleine Paspel habe ich auch noch eingebaut. Auch dafür habe ich den goldenen Lederjersey verwendet.




Zum Schluss noch ein wenig naturfarbenes Gurtband und fertig war die Tasche. Übrigens extrem schnell genäht. Eine unkomplizierte Sommertasche. Und ein bisschen überlege ich jetzt ja doch, ob sie nicht doch auch zu mir passen würde...

Und jetzt ab damit zu RUMS.

Montag, 19. Juni 2017

Tatütata, die Polizei ist da: Die neue Eigenproduktion von Liebelle

Hallo Ihr Lieben,
die Fahrzeuge sind los... und ich hatte richtig Spaß beim Nähen.
Der Kleine hatte großes Glück, denn ich durfte für Liebelles neue Eigenproduktion vernähen. Drei wunderbare Baumwolljerseys sind auf den Markt gekommen, die die Bedürfnisse unser kleinen Autoliebhaber befriedigen: Es gibt heiße Ware für Feuerwehrliebhaber, Busfreunde und Polizeifans.




Für meinen kleinen Mann war nach einem Blick klar: Er wollte die Polizeiautos und zwar von Kopf bis Fuß... Klug ausgewählt fand ich, entsprechen sie doch vollkommen seinem Farbschema.




Also habe ich mich an die Maschine gesetzt und ihm ein lockerleichtes Sommeroutfit genäht. Startend mit einer Ludwig Lässig von Lotte und Ludwig, deren entspannten Sitz ich ja sehr mag. Mit der schrägen Knopfleiste unterscheidet sie sich trotzdem doch deutlich von den anderen Jerseyhosen, die sich so auf dem Markt tummeln.  Definitiv einer meiner Schnittlieblinge.




In Kombination dazu gab es eine ganz schnelle Nummer. Nämlich das neue V-Shirt von Konfettipatterns. Ich liebe den Sitz dieses Sommer-T-Shirts dermaßen, dass ich am liebsten in Massenproduktion gehen würde. Passend zur Hose hier auch mit Holzknopf.




Das Shirt näht sich mit dem Beleg wirklich total fix und macht so auch einen V-Ausschnitt zu etwas total unkompliziertem.




Um das Outfit abzurunden, habe ich die allerletzten Stoffreste zusammengekratzt und aus ihnen einen Käppling von Allerleikind genäht. Was freue ich mich schon auf die Veröffentlichung dieses Schnittes. Ich liebe diese Retro-Kappen. Selbst mein Mann hat jetzt eine bei mir bestellt.




Ich bin jedenfalls beeindruckt, dass ein Meter Stoff ausgereicht hat, um dieses Komplett-Outfit in Größe 110/116 zu nähen. Eine preiswerte Lösung, um ein Kinderherz zu beglücken.




Der Kleine findet es auf jeden Fall richtig klasse, dass er jetzt mit Blaulicht und Tatütata unterwegs ist. Ebenso klasse wie, dass seine Kumpels in der Kita tatsächlich ganz neidisch auf seine Klamotten waren. Sind doch ausgemachte Polizeifans unter ihnen.




Jetzt hat er allerdings beschlossen, dass er auch noch den Busstoff und den Feuerwehrstoff braucht....
Ich weiß dann also, was ich bei diesem tollen Wetter so treibe...



Montag, 12. Juni 2017

Plotterdatei Diemo und das neue Shirt von Konfettipatterns

Hallo Ihr Lieben,
ich gestehe, ich bin die, deren Plotter seit gut einem Jahr im Keller vor sich herdümpelte. Irgendwie bin ich vor lauter Nähprojekten nie dazu gekommen, mich da richtig einzuarbeiten.
Viele Plotts gefielen mir oft auch gar nicht so oder sie waren zu kompliziert für eine Anfängerin wie mich, um mich da einzuarbeiten.




Insofern war ich auch echt überrascht, als am Freitag Rebekah Ginda bei mir anfragte, ob ich nicht einen Plott für sie ausprobieren wolle. Sie hätte da etwas für coole Jungs, etwas das perfekt sei für meine Knaben.  Als sie mir ihren Plott "Diemo" dann zeigte, war ich hin und weg.




Für diesen genialen Plott wollte ich nur zu gern plotten lernen. Genau so habe ich mir einen lässigen Plott vorgestellt. Auch die Jungs waren hin und weg.




Lustigerweise ist Plotten viel einfacher als gedacht. Hätte ich das nur vorher gewusst. Ich fürchte, jetzt gehe ich in Serie. Ich will auch so ein Shirt, mein Mann auch und der Lütte braucht natürlich auch eins.




Geplottet habe ich "Diemo" übrigens auf den tollen Jersey "Len" von Swafing, den ich im Glückpunkt Shop gekauft habe. Ich finde, dass der melierte Stoff perfekt zu dem schlichten Plott passt.




Ich finde, man merkt den Jungs an, wie wohl sie sich in ihren neuen Shirts fühlen. Echte Wohlfühlkamotten  und so gar nicht selbstgenäht von der Optik. Der Große erklärte das neue Shirt auch gleich zum neuen Lieblingsshirt.




Was auch am neuen Schnitt von Konfettipatterns liegt, der übrigens gerade zum Probenähen ausgeschrieben ist. Noch könnt Ihr Euch bewerben, wenn Ihr das Shirt genauso wunderbar findet wie ich.



Schnell und einfach genäht, mit einem Beleg am Halsauschnitt und vom Sitz her ein echter Traum.
Ich liebe meine Jungs auf jeden Fall darin.




Und da ich die Shirts so wunderbar finde, lasse ich Euch noch ein paar Bilder da, während ich mal schnell wieder hinter den Plotter verschwinde...